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Aufnahmekriterien
DER WEG INS KORNHAUS DURCH DIE AUSBILDUNG
UND HINAUS IN DIE (BERUFS-)WELT
Sie können unser Konzept anfordern oder einen Besichtigungstermin abmachen.
Zuständig für Aufnahmegespräche ist Frau Heidi K. Suter,
Tel. 071 - 977 24 74 / heidi.suter@kornhausvogelsang.ch
Wer wird angesprochen?
Angesprochen werden (junge) Menschen, die durch eine Lebenskrise, durch milieu- und umweltbedingte oder andere schicksalsmässige Ereignisse in ihrer psychischen oder sozialen Entwicklung beeinträchtigt sind. Jugendliche (nach Schulabschluss) mit Lern- und anderen Schwierigkeiten, die nicht in der Lage sind, ihren Weg in die Berufswelt alleine zu finden.
Nicht aufgenommen werden Menschen mit schwerer Verwahrlosung und Sucht-Patienten. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine IV-Verfügung.
Bezugsperson
Jedem Lernenden wird eine Bezugsperson zugeteilt, die ihm während der ganzen Zeit hilfreich zur Seite steht. In regelmässigen Abständen wird mit dem Lernenden über seine Erfahrungen reflektiert. In der gemeinsamen Gestaltung von Jahresfesten, bei Projektarbeiten und bei anderen Anlässen wird das Gemeinschaftsleben geübt und gepflegt und das Interesse für Kulturelles gefördert.
Wohnen
In den WOHNGRUPPEN und externen Wohnungen haben wir Platz für 20 22 Lernende.
Gemeinsame Essenszeiten, ein sinnvolles Freizeitangebot, Gespräche, Ausflüge und Sport bilden einen Rahmen, in dem jeder Lernende, entsprechend seiner individuellen Veranlagung, auch Schwierigkeiten im sozialen Felde überwinden lernt und sich in eine Menschengruppe einleben kann.
Viele Hausarbeiten werden gemeinsam mit dem Betreuerteam erledigt. Grossen Wert legen wir auf einen überschaubaren rhythmischen und geregelten Tagesablauf und lebensvolle Zusammenhänge wie z.B. eine bewusste Ernährung, die Garten- und Hauspflege und die Qualität des Umgangs miteinander.
Mit den unterschiedlich geführten Wohngruppen ist es möglich, individuelle Lernziele für die Lernenden anzustreben. So kann eine Gruppe, die eine intensivere Begleitung braucht, separat geführt werden, und eine andere kann eine etwas selbständigere Art des Zusammenlebens erproben.
Es ist durchaus möglich, dass weitere Lernschritte auch in einer kleinen Mietwohnung in der Umgebung geübt werden können. Genauso können Lernende, die in einer sinnvollen Entfernung z.B. noch im Elternhaus wohnen, als EXTERNE bei uns die Ausbildung absolvieren.
Weitere Angebote: Familien-Platzierungen.
Tages-, Wochenablauf
07.35 Uhr Arbeitsbeginn
09.30 bis 09.50 Uhr Pause
09.50 bis 12.00 Uhr Arbeit
12.00 bis 13.15 Uhr Mittags-Pause
13.15 bis 17.15 Uhr Arbeit
Grundsätzlich arbeiten alle Betriebe mit Ausnahme vom TerraViva und der Bäckerei Montag Freitag.
Am Mittwochnachmittag haben die Lernenden einen Regenerations-Nachmittag und arbeiten nur bis 15.15 Uhr.
Wünschenswert ist, wenn Sie Ihre Termine (Arzt- und Therapiestunden) auf den Mittwoch-Nachmittag legen.
Auswärtige Dienste
Mit den IV-BerufsberaterInnen sind wir in einem regelmässigen Austausch über den Verlauf der Ausbildung.
Psychologische und psychiatrische Begleitung
Im nahgelegenen Sirnach haben wir mit dem Ambulatorium ein sehr gutes Angebot für eine psycho-therapeutische Begleitung sowohl für Jugendliche wie auch erwachsene Lernende. Weitere Ärzte und Therapeuten können vermittelt werden. Diese müssen aber durch die eigene Krankenkasse (evtl. IV) finanziert werden.
Wir erwarten von jedem Lernenden, dass er bereit ist, an seinen individuellen Schwierigkeiten zu arbeiten und eine berufsbegleitende psycho-therapeutische Arbeit einzugehen.
Beschwerdeweg
Er ist in der Aufenthalts-Vereinbarung, die mit jedem Lernenden getroffen wird, schriftlich festgehalten.
Stellensuche / Nachbetreuung
Im letzten Ausbildungsjahr gilt es, sich nicht nur auf die Prüfung vorzubereiten, auch die Stellensuche wird im letzten Quartal zu einer gemeinsamen Aufgabe mit dem Lernenden.
Individuell werden mögliche Arbeitsangebote, allenfalls Nischenplätze in der freien Wirtschaft, geprüft und mit den Arbeitgebern Kontakte geknüpft. Wenn nötig, werden Einarbeitungs-Arrangements getroffen. Der Sprung kann aber auch ganz selbstständig und auf Anhieb gelingen.
Oft bleiben wir noch lange Ansprechpartner für die Ehemaligen, helfen in Krisen und machen gerne Beratungen, sofern es Sinn macht.
Es ist auch ganz schön, wenn wir hören, dass doch EINIGES aus der Ausbildungszeit Früchte trägt. Die Kontakte werden meist ganz individuell von den Ehemaligen gesucht und über Jahre gepflegt. |